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Markt- und Ernteberichte Ausgabe April 2022 Freitag 01 April 2022

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Kostensteigerung für Landwirte nach einigen Jahren aufgrund des Klimawandels


Eine derartige Kostensteigerung für Landwirte ist beispiellos. Der Stickstoffpreis ist um mehr als 300 % gestiegen, und alle Kosten (Traktoren, Kraftstoff, Arbeitskraft usw.) haben sich drastisch erhöht. Dies geschieht vor dem Hintergrund sehr starker Preissteigerungen für Getreide, Mais, Raps, Sojabohnen usw., wodurch dies für den Landwirt noch tragbar ist.


Die Preise für Gemüse sollten natürlich dem gleichen Trend folgen wie die für Getreide, um das Interesse und die Motivation unserer Landwirte aufrechtzuerhalten. Die Vertragsverhandlungen mit den Landwirten über die Rohstoffe werden derzeit abgeschlossen. All dies führt zu beispiellosen Preissteigerungen in diesem Jahr.


Situation auf den Feldern


In Südeuropa wurde die Winterproduktion von Brokkoli stark von Überschwemmungen im Ebro-Tal beeinflusst. Gleichzeitig gab es in Portugal und im südlichen Teil Spaniens in den vergangenen drei Monaten kaum Niederschlag, und bald wird die Trockenperiode beginnen. Infolgedessen müssen die Landwirte bereits jetzt bewässern, was zu extrem hohen Stromkosten führt, und der Grundwasserstand ist niedriger als normal. In verschiedenen Regionen wie Andalusien gelten bereits strenge Beschränkungen für die Wassermengen, die zur Bewässerung zur Verfügung stehen.

Die Landwirte müssen daher ihren Anbau anpassen und können weniger Zuckermais oder andere Gemüsepflanzen anbauen, da diese zu viel bewässert werden müssen.


Diese trockenen Witterungsbedingungen wirkten sich allerdings positiv auf das Einsäen von Erbsen und Dicke Bohnen in Südspanien und Portugal aus. Auch im Südwesten Frankreichs hat die Erbsensaat Mitte Februar unter guten Bedingungen begonnen.


In Nordeuropa hatten wir fast keinen Frost, und Winterpflanzen wie Möhren, Rosenkohl und Lauch wurden mit guter Qualität und gutem Ertrag geerntet. Der im September/Oktober gesäte Winterspinat sieht vielversprechend aus und kann im April geerntet werden. Update – Markt Mitte Februar 2022


Schwierige Zeiten


Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind deutlich erkennbar und führen zu einer volatilen Nachfrage- und Angebotssituation. So haben die aufeinanderfolgenden Lockdowns und Beschränkungen zu einem wechselhaften Verkauf bei unseren Kunden in der Gastronomie geführt.
Die Auswirkungen der derzeitigen Situation in der Ukraine, einem Erzeuger und Exporteur von Getreide, Weizen und Mais, sind bereits spürbar und belasten die Agrarprodukte weiter.


Die historisch hohen Getreidepreise sind erneut um 50 % gestiegen und die Lage ist weiterhin sehr volatil. Russland, der wichtigste Düngemittellieferant für Europa, übt Druck auf die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Düngemitteln aus. Die Stickstoffpreise, die vor der Krise etwa dreimal so hoch waren wie in normalen Zeiten, werden dieser Tendenz sicherlich folgen. Derzeit werden Landwirten allerdings häufig keine Angebote unterbreitet, obwohl die meisten Nutzpflanzen in den kommenden Wochen ausgesät werden.


Hinzu kommen die klimatischen Auswirkungen auf bestimmte wichtige Ernten, wodurch die Kosten für Bewässerung, hitzebeständige Saatgutsorten und Düngemittel steigen. Darüber hinaus sieht sich die Agrar- und Lebensmittelindustrie mit weiteren Herausforderungen konfrontiert – von Einschränkungen bei den Transporten und der Beschaffung von Rohstoffen bis hin zu höheren Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette.


Im Rahmen unseres Programms Mimosa+ (Minimum Impact, Maximum Output, Sustainable Agriculture) werden wir weiterhin intensive Bemühungen unternehmen, die Auswirkungen auf das Klima zu minimieren und unsere Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Klimawandels zu machen.


Im Rahmen dieser außergewöhnlichen Kombination von Ereignissen unternimmt Ardo alles, um gemeinsam mit den Kunden das Gleichgewicht zu bewahren.

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